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Bist du dafür, dass die Piratenpartei Offenbach auf dem Werbenetzwerk TrafficJunky Wahlwerbung für die Kommunalwahl schaltet?

Das Kommunalwahl ist in vollem Gange, und wegen der Pandemie müssen wir neue Wege suchen, potentiellen Wähler zu kontaktieren, die keinen nahen physischen Kontakt erfordern. Wir setzen aktuell darauf, Flyer in Briefkästen zu verteilen und online auf Facebook, Instagram und Youtube zu werben. Es geht dabei darum, möglichst viele Wahlberechtigten zu kontaktieren, damit daraus Piratenwähler werden können. Online-Werbung kostet Geld, zwar etwas weniger als gedruckte Anzeigen, aber aufgrund der höheren notwendigen Kontaktzahlen durchaus vergleichbar - im Bereich von einigen Euros pro 1000 Einblendungen.

Während des Europawahlkampfs 2019 hat die Piratenpartei Deutschland auch Anzeigen auf dem TrafficJunky-Werbenetzwerk geschaltet. TrafficJunky gehört zum Unternehmen MindGeek und liefert Anzeigen hauptsächlich auf Webseiten mit pornografischen Inhalten (z.B. Pornhub, YouPorn, etc) aus - die Ergebnisse dieser Anzeigenkampagne wurden von dem verantwortlichen Team damals als "sehr erfolgreich" eingestuft - Originalzitat: "Werbung über den Anbieter TrafficJunky eignet sich hervorragend, um kostengünstig hohe Impressionen zu generieren. Somit ist diese Art der Werbung vor allem für Wahlen geeignet, um Bewusstsein für die Partei zu schaffen" - der Hintergrund ist, dass die Kosten pro 1000 Einblendungen auf TrafficJunky durchschnittlich 95% günstiger sind als bei anderen Plattformen. (Die durchschnittlichen Kosten für 1000 Impressionen betrugen auf TrafficJunky 0,18€ (0,10€-0,24€), und auf Facebook 10,30€ (6,73€-21,70€))

Warum werben wir also nicht bereits auf TrafficJunky? Wir haben innerhalb der aktiven Mitglieder des Kreisverbandes Offenbach unterschiedliche Auffassungen, über die ethische und moralische Vertretbarkeit von Werbung auf Porno-Webseiten. Teilweise gibt die Meinung, dass man Unternehmen wie MindGeek nicht unterstützen darf, auf der anderen Seite steht die Auffassung, dass man die Menschen dort erreichen muss, wo sie nun mal sind - und wir werben ja nicht für die Benutzung von Porno-Webseiten, sondern zeigen unsere Werbung den Menschen, die dort bereits sind. Auch entspricht es nicht den Idealen unserer Partei anderen die eigenen Moralansichten vorzuschreiben. Andererseits unterstützen wir mit unseren Werbeausgaben die Unternehmen wie Facebook und Google, über die es ja auch viel berechtigte Kritik wegen Datenerhebungen und -sammeln gibt.

Ich habe mich entschlossen, einen virtuellen Meinungsbild zu diesem Thema einzuholen, damit auch diejenigen ihre Meinung äußern können, die nicht ständig die Onlinediskussionen verfolgen können. Im Falle des Erfolgs des vMB (>50%dafür), würden wir die Werbung auch auf TrafficJunky schalten, mit einem relativ geringen Budget (Größenordnung 150 Euro bis 250 Euro). Die Werbung würde sowohl für die Stadt, als auch für den Kreis laufen. (Die Finanzierung kann durch Zweckgebundene Spenden erfolgen, oder durch Umschichtung von Teilen des Werbebudgets für Facebook/Instagram/YouTube)
Eingetragen vor 8 Monaten von Dichter
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Sparsamkeit
Es gibt keinen günstigeren Weg, durch Werbung potentiellen Menschen zu erreichen.
Eingetragen vor 8 Monaten von Dichter
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Nach der Entscheidung des LSG ist die Frage angepasst wie folgt: >>
Eingetragen vor 8 Monaten von Dichter
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Es geht nicht nur um Pornowerbung. >>
Eingetragen vor 8 Monaten von Sikk
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Die Kontrollen vieler Seiten sind lückenhaft, wenn es darum geht, Missbrauch zu verhindern, z.B. Minderjährige, mangelnde Freiwilligkeit >>
Eingetragen vor 8 Monaten von Annette
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Frage: Ist die Werbung auf der genannten Pornoplattform förderlich für die Mitgliederwerbung/Aussenwahrnehmung? Ich denke nicht >>
Eingetragen vor 8 Monaten von SonjaS
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Das VMB stellt die Meinung der Gegenstimmen leider nicht vollständig dar. >>
Eingetragen vor 8 Monaten von LarsF
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2
Punkte
Ein Ausschliessen von problematischen Inhalten durch Keywords funktioniert nur sehr lückenhaft >>
Eingetragen vor 8 Monaten von LarsF
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2
Punkte
Wir haben unseren Wahlkampf auch stark auf Frauenrechte von Migrantinnen ausgerichtet. >>
Eingetragen vor 8 Monaten von Annette
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1
Punkt
Zusätzlich zur Diskussion über die Plattform selbst, sollten die seitens des VMB Erstellers vorgeschlagenen Inhalte näher betrachtet werden >>
Eingetragen vor 8 Monaten von LarsF
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